Geschichtliches und Regionales zum Familiennamen Scheler
und unsere Linie der Familie
Die meisten uns bekannten Schelers stammen wie unsere Familie aus dem Thüringer Wald oder angrenzenden Gebieten.
Kurze Geschichte der Region
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11. Jahrh. |
Diese Region an der fränkisch-thüringischen Grenze wurde ursprünglich seit dem 11. Jahrhundert vom Fürstengeschlecht der Wettiner beherrscht. Der Name leitet sich von der Burg Wettin - an der Saale zwischen Eisleben und Halle - ab, die von den Bucconen der Karolingerzeit erbaut wurde. |
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1485 |
1485 trennten sich die Wettiner in die Hauptlinien der Ernestiner (Sachsen Wittenberg) und Albertiner (Sachsen Leipzig). |
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1680 |
Um 1680 entstand aus der Linie der Ernestiner das ehemalige deutsche Herzogtum Sachsen- Saalfeld. |
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1735 |
Erweiterung zu Sachsen-Coburg-Saalfeld. |
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1826 |
1826 wurde das Herzogtum um Gotha erweitert und trat dafür Saalfeld an das Herzogtum Sachsen-Meinigen (gegründet 1680) ab. Das Herzogtum nannte sich nun Sachsen-Coburg-Gotha. |
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1920 |
Nach dem ersten Weltkrieg gingen beide Herzogtümer in Thüringen auf mit Ausnahme des Coburger Landes, daß sich per Volksentscheid Bayern anschloss. |
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1945 |
Durch die deutsche Teilung 1945 kam Thüringen zur DDR, das Coburger Land war Teil der Bundesrepublik. Die Sprachverwandschaft mit oberfränkischem Dialekt im ehemaligen Herzogtum hat sich trotzdem bis heute erhalten. |
Die Schelers in der Region
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15. Jahrh. |
Wir möchten davon ausgehen, daß nicht nur wir, sondern die meisten Schelers in ihrer Vergangenheit den Ort Mengersgereuth-Hämmern (Thüringen) finden werden. Dieser Ort hat heutzutage 3200 Einwohner und liegt im Dreieck Sonneberg, Schalkau, Steinach. Im örtlichen Telefonbuch findet man immerhin 53 Einträge mit "Scheler". Der Ortsteil Hämmern geht auf 2 Eisenhämmer zurück (wasserkraftbetriebene Hammerwerke), die erstmals 1441 erwähnt werden. Der Oberhammer, auch Sche(l)ler-hammer genannt, war im 15. und 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Scheler und dürfte kurz vor 1440 gegründet worden sein. (Quelle: Zwischen Rennsteig und Sonneberg, 1986, Akademieverlag Berlin, DDR)
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Unsere Rüttmansdorfer Linie der Familie Scheler
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17. Jahrh. |
Unsere Familiengeschichte geht weiter in Rüttmannsdorf, einem kleinen Bergdorf im Coburger Land, das heute ein Ortsteil von Neustadt bei Coburg ist. Soweit uns aus Erzählungen älterer Familienmitglieder bekannt ist, bestand Rüttmannsdorf aus sogenannten "Leihlingshöfen". Dieses waren Ländereien, die von Leihlingen bewirtschaftet werden durften, die als Gegenleistung dem Kloster Mönchröden (unter Napoleon geschlossen) dienstbar sein mussten. Die Bewohner kamen vermutlich im 13. Jahrhundert aus Würzburg, der Ortsdialekt soll dieses noch erkennen lassen. Rüttmannsdorf war gut wegsam und deshalb im 30jährigen Krieg (1618-1648) immer wieder angegriffen und verwüstet worden. Am Ende gab es nur noch kleine Knaben und alte Männer. Zur Sicherung des Fortbestandes holte man sich Schelers aus Mengersgereuth-Hämmern, das - da unwegsam - den Krieg besser überstanden hatte.
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18. Jahrh. |
Der älteste uns bekannte Scheler war ein Bauer in Rüttmannsdorf, Johann Adam Scheler * 1787 U 1838. Sein Enkel Johann Nikol Scheler * 1860 U 1927 wurde Schmied und wanderte über den Nachbarort und Sonneberg nach Coburg aus und ging dann als Eisenbahner nach Lindenau bei Coburg. Sein Sohn Markus Scheler * 1884 U 1966 begründete unseren Coburger Zweig der Familie Scheler. Der letzte Scheler und Landwirt in Rüttmannsdorf Kurt Scheler * ca. 1920 U ca. 1998 verstarb kinderlos. |
Unser Coburger Zweig
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20. Jahrh.
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Das älteste Bild aus unserem Coburger Zweig zeigt Markus Scheler als frischgebackenen Bäckergesellen ca. 1904.
Sein Sohn Kurt Scheler * 1913 U 1985 wurde Prof. Ing. an der Ingenieurschule in Köln und setzte sich nach seiner Pensionierung in Bad Endorf Obb. zur Ruhe.
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21. Jahr. |
Heute gibt es aus dem Coburger Zweig quer über Deutschland verstreut noch 5 Schelers.
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Wir begrüssen an dieser Stelle alle Schelers, die dieses gelesen haben. Für Anregungen, Ergänzungen und auch für Richtigstellungen sind wir dankbar und wünschen uns allen, daß es die Schelers noch recht lange gibt.